Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Dresden News'

Dynamo will günstigere Miete

Montag, 27. September 2010 9:22

Von Thilo Alexe

Das Stadion ist dem Verein zu teuer. Daher verhandeln Stadt und Traditionsklub die Verträge nach.

Der Vertragspoker ist eröffnet. Die Verhandlungen zwischen Stadt und Verein über die Miete für den Stadionneubau haben begonnen. In der vergangenen Woche hat sich nach Angaben des amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Thomas Bohn, der Stadionbeirat gegründet. Dem Gremium gehören Vertreter des Vereins, der Stadt und der Stadionprojektgesellschaft an. Ziel ist es, die durch den Stadionneubau entstandenen Kosten für Dynamo zu senken.

Denn den Fußball-Drittligisten drücken hohe Mietkosten. Ursprünglich reichlich zwei Millionen Euro sollten die Gelb-Schwarzen für die Nutzung des neuen Stadions pro Saison zahlen. Die Stadt beschloss im März eine Finanzspritze von 700.000 Euro für die jetzige Saison und weitere Hilfen – unter anderem, um die Mietlasten zu senken. Weiterer Teil des umstrittenen Ratsvotums: Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) sollte „unbürokratisch“ dem Verein bei eventuellen Problemen mit der Lizenzerteilung helfen.

Die Beteiligten sprechen miteinander, allerdings nennen sie keine Details. „Die Verhandlungen laufen“, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Für das Rathaus seien die Geschäftsbereiche von Sportbürgermeister Winfried Lehmann und Finanzressortchef Hartmut Vorjohann (beide CDU) verantwortlich.

Der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende von Dynamo Dresden, Thomas Bohn, nennt allerdings das Anliegen des Vereins sehr deutlich. „Meines Wissens nach nutzen wir das teuerste Stadion der dritten Liga.“ Nach seinen Recherchen betragen Stadionmieten für drittklassige Vereine im Schnitt eine halbe Million Euro pro Saison. „Uns geht es darum, eine angemessene Miete zu zahlen.“ Der Verein dürfe durch das Stadion nicht in finanzielle Schieflage geraten.

Wie hoch die Miete sein soll, sagt Bohn nicht – Verhandlungstaktik. Dennoch macht er eine klare Ansage. „Wenn wir sportlich erfolgreich sind und weitere Zuschauer anziehen, können wir auch den einen oder anderen Euro mehr zahlen.“ Das heißt, dass Dynamo voraussichtlich eine erfolgsabhängige Miete will, die sich im Fall des mittelfristig angestrebten Zweitligaaufstiegs erhöht.

Finanzbürgermeister Vorjohann dürfte aber über sinkende Miete nicht erfreut sein. Das würde voraussichtlich bedeuten, dass die Stadt die Differenz zuschießen muss – in Form von Überweisungen an die Stadionprojektgesellschaft.

Die im März vom Rat besiegelte Hilfe war nicht die erste für den Verein. Nach der damaligen Darstellung von Vorjohann hatte die Stadt bis zu diesem Zeitpunkt zwölf Millionen Euro für das neue Stadion zugeschossen und mit 40 Millionen Euro für den Großteil der Bausumme gebürgt.

Vieles deutet darauf hin, dass die Stadt weiteres Geld für Dynamos neue Heimat aufbringen muss – wie viel, ist offen. Doch Alternativen gibt es kaum. Der Fußballverein ist publikumsstarker Hauptnutzer des Stadions. Ginge der Klub pleite, stünde der Neubau weitgehend leer – bei laufender Tilgung der Baukredite.

Doch die Stadt hat auch Forderungen an Dynamo, das einen Etat von etwa neun Millionen Euro hat. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) betonte in den vergangenen Monaten mehrfach, dass der Verein eine professionellere Struktur benötige. Eine Variante: Die erste Mannschaft könnte kaufmännisch anders als der Rest des Vereins geführt werden. Eine solche Ausgliederung hätte voraussichtlich weniger Mitsprachemöglichkeiten der Vereinsmitglieder zur Folge.

Bis es so weit ist, müssen aber noch andere Punkte verhandelt werden. So drängt die Stadt darauf, dass Dynamo-Vermarkter Sportfive und die Projektgesellschaft ebenfalls Geld lockermachen – insgesamt 200000 Euro. Bohn hofft, dass bis zur Mitgliederversammlung im November Ergebnisse vorliegen.

Quelle: SZ-Online: Dynamo will günstigere Miete

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Entscheidung zum Albertplatz vertagt

Freitag, 20. August 2010 7:40

Von Stefan Rössel

Die Grünen bremsen das Projekt. Der Bauausschuss übergab das letzte Wort an den Stadtrat im September.

Über die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Hochhaus am Albertplatz und ein Einkaufszentrum auf dem Gelände daneben wird nun doch frühestens in zwei Wochen entschieden. Der Bauausschuss, der die Sache eigentlich beschließen sollte, übertrug das Recht gestern auf den Stadtrat, der am 2.September zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt.

Ausgerechnet die Grünen, deren Stadtrat Torsten Schulze bei der ersten Bekanntmachung als Moderator für den Investor aufgetreten war, wirkten als Bremser. Ihr Stadtrat Thomas Löser beantragte gestern schon zu Anfang der Sitzung, den Beschluss zu vertagen, weil es noch heftige Diskussionen in der Fraktion darüber gebe. Das wurde noch mit sechs zu vier Stimmen abgelehnt. Zum Schluss der Debatte beantragte seine Fraktionskollegin Margit Haase die Verweisung in den Stadtrat. Hier genügten drei Stimmen für die Verschiebung. Der Ausschuss votierte im Übrigen acht zu drei für das Hochhausprojekt.

Die Regie der Stadtverwaltung hatte dagegen auf Tempo gedrängt. Der Wirtschaftsausschuss war extra mit einer Sondersitzung zu der Sitzung des Bauausschusses bestellt worden, um die Entscheidung zu beschleunigen, wie Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) betonte. CDU-Stadtrat Klaus-Dieter Rentsch mahnte ebenfalls, nach der eindeutigen Erstentscheidung des Ausschusses für das Projekt vor den Ferien müsse der Ausschuss nun auch verlässlich sein.

Aber schon im Ortsbeirat Neustadt hatte es heftige Widerstände der linken Fraktionen gegeben. Dort wurde das Projekt mit klarer Mehrheit von acht zu vier Stimmen bei drei Enthaltungen abgelehnt.

Drei Änderungen im Entwurf

Gegenüber der zuletzt vorgelegten Fassung stellte die Dresden-Bau- und Projektierungs-GmbH drei Änderungen vor. Die erste betrifft die Verkaufsfläche. Mit Zustimmung des Planungsamts bleibt es zwar bei insgesamt 7000 Quadratmetern, aber die Aufteilung wird geändert: Der große SB-Markt – es ist von Kaufland die Rede – soll zugunsten von Konzessionsflächen auf 3550 Quadratmeter verkleinert werden. Der Drogeriemarkt bleibt bei 1200 Quadratmetern.

Zur Entlastung des Verkehrs soll ferner eine zweite Ausfahrt der Tiefgarage auf die Antonstraße führen. Und schließlich bekommt der Artesische Brunnen ein Schaufenster. So kann man ihn von der Straße her sprudeln sehen.

Die Kritiker des Projekts sorgten sich vor allem um das Überleben der kleinen Läden in der Neustadt. Ein Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass das geplante Zentrum insgesamt nicht schädlich für die umliegenden Geschäfte sei. Das stieß auf Skepsis bei linken Fraktionen.

Quelle: SZ-Online: Entscheidung zum Albertplatz vertagt

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Gagfah will weitere Wohnungen verkaufen

Freitag, 13. August 2010 9:37

Von Thilo Alexe

Dresdens größter Vermieter hat enttäuschende Zahlen vorgelegt. Die Dividende fürs Quartal wurde halbiert.

Dresden. Der Immobilienkonzern Gagfah hat im ersten Halbjahr 2010 weniger Miete eingenommen als in der ersten Jahreshälfte des vergangenen Jahres. Wie das Unternehmen am Dienstag in Luxemburg mitteilte, betrugen die Gewinne aus der Vermietung „von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien“ rund 240 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch rund 246 Millionen Euro.

Dresdens größter Vermieter, der bundesweit rund 160 000 Wohnungen hält, hat im laufenden Jahr bereits Wohnungen für knapp 27 Millionen Euro verkauft. In der Stadt besitzt das Unternehmen, in das die ehemals städtische Wohnungsgesellschaft Woba nach der Privatisierung 2006 integriert wurde, nach eigener Darstellung rund 42000 Wohnungen. Beim Verkauf waren es nach Angaben des damaligen Oberbürgermeisters Ingolf Roßberg (FDP) 48 000. Etliche wurden abgerissen.

Aktienkurs sinkt

Die Gagfah will weitere Wohnungen privatisieren. Bei den Verkaufsverhandlungen verpflichtete sich der neue Eigner, in Dresden zehn Jahre lang mindestens 35000 Wohnungen in seinem Bestand zu halten. Gagfah-Chef William Joseph Brennan sagte bei der gestrigen Präsentation der Halbjahreszahlen: „Angesichts der anhaltend stabilen Wertentwicklung von Wohnimmobilien in Deutschland planen wir auch in den kommenden Monaten gezielte Verkäufe.“ Details zu einzelnen Standorten gab das Unternehmen zunächst nicht bekannt.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im Berichtszeitraum bei 208,1 Millionen Euro, nach 124,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Wie der Konzern weiter mitteilte, wurde die Quartalsdividende für das dritte Quartal auf zehn Cent je Aktie reduziert. Zuletzt hatte die Quartalsdividende bei 20 Cent pro Aktie gelegen.

Brennan betonte, dass „Kostenstrukturen optimiert“ werden müssten. Durch die Dividendenkürzung soll der Finanzspielraum erweitert werden. Nach den Ankündigungen sank der Aktienkurs des im M-Dax notierten Unternehmens zunächst. Durch den Verkauf der Woba hatte sich die mit mehr als 800 Millionen Euro verschuldete Stadt von ihren Finanzlasten befreit. Dresden erzielte Einnahmen von rund 1,7 Milliarden Euro.

Quelle: SZ-Online: Gagfah will weitere Wohnungen verkaufen

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Neue Debatte zur Sanierung der Albertbrücke

Freitag, 23. Juli 2010 10:40

Die Grünen setzen auf eine Fähre statt Behelfsbrücke. Die CDU will lieber die Straßenbahn weiter über die Brücke fahren lassen.

Die Bündnisgrünen haben das Verfahren zur Sanierung der Albertbrücke wieder in die Debatte gebracht. Sie schlugen vor, statt der geplanten, auf 1,7 Millionen Euro geschätzten Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer eine Fährverbindung einzurichten. Stadträtin Margit Haase hatte die Idee in einer Anfrage zu den Kosten eines solchen Projekts an die Stadtverwaltung transportiert.

Die Antwort der Verwaltung liest sich wie ein klares Nein zu dem Vorschlag. Auch für die Fähre würden bei zweijährigem Betrieb 1,3 bis 1,6 Millionen Euro anfallen, heißt es. Aber sie könne nur ein Drittel des Bedarfs decken. Immerhin müsse mit mindestens 100 Fahrrädern pro Stunde in einer Richtung gerechnet werden. Und eine Fähre fasse höchstens 70 Personen ohne Fahrräder.

Eingleisige Straßenbahn

Auch die CDU hält einen Verzicht auf die Interimsbrücke für möglich und sinnvoll. Sie setzt aber auf einen Bauablauf, bei dem die Straßenbahn eingleisig weiter über die Brücke fahren kann. Dabei solle auch für Fußgänger und Radfahrer noch ein Streifen freigehalten werden. CDU-Bauexperte Hans-Joachim Brauns wies darauf hin, dass der Stadtrat mit seinem Beschluss von Ende Mai die Verwaltung mit einer entsprechenden Planung beauftragt hatte.

Es werde keinen Auftrag zum Bau der Behelfsbrücke geben, sofern die Verwaltung nicht klar nachweise, dass sie unbedingt nötig sei, sagte Brauns gestern der SZ. Bisher seien lediglich die Planungskosten gebilligt.

Ideallösung für die DVB

Für die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) wäre die Lösung mit der Straßenbahn die Vorzugsvariante. Andernfalls gäbe es große verkehrstechnische Probleme, erklärte Sprecher Falk Lösch. So könnten die Neustadt und der Alaunplatz während der gesamten Bauzeit von 19 Monaten nicht an das öffentliche Netz angebunden werden.

Außerdem hatten die DVB durch die 13-monatige Sperrung der Bautzner Straße für die Linie 11 eine Million Fahrgäste verloren. Bei der Albertbrücke wären gleich zwei Linien betroffen.

Auf der anderen Seite waren es besonders die Verkehrsbetriebe, die sich für die Interimsbrücke eingesetzt hatten. Damit wollten sie wenigstens gewährleisten, dass Autos weiter über die Brücke fahren können und damit auch die Busse als Ersatzverkehr. Stefan Rössel

Quelle: SZ-Online: Neue Debatte zur Sanierung der Albertbrücke

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Neue Luxusmeile an der Frauenkirche

Donnerstag, 15. Juli 2010 12:40

Bettina Klemm

In die Neumarktpassage QF ziehen immer mehr Edelmarken. Um sie zu gewinnen, riskiert Arturo Prisco auch einen Leerstand.

Gabriele Schilling weiß, was einen gut angezogenen Mann ausmacht. Rund 300 Hemden von dem Textilunternehmen aus Mönchengladbach liegen in ihren Regalen. Sie zeichnen sich durch hochwertige Stoffe italienischer Weber, edle Verarbeitung und Knöpfe mit drei Löchern aus. 120 bis 200 Euro kostet so ein Hemd. Auf Wunsch wird es maßgeschneidert.

In ihrem Geschäft im QF am Neumarkt könne sich der Herr komplett einkleiden. Auch für die Dame gebe es ein Angebot, versichert Gabriele Schilling. Die 55-Jährige gehörte 2006 zu den ersten Mietern in der Einkaufpassage an der Frauenkirche. Jetzt eröffnet sie am 1. September ein weiteres Geschäft. Bogner und Scabal heißen die Marken für Herren, die sie dort anbietet. Das 1938 in Belgien gegründete Tuchhaus Scabal steht für Maßanzüge. Ab etwa 1 000 Euro sind sie zu haben. Schilling ist sicher, die entsprechende Kundschaft zu finden.

Damit kommt Mitinvestor Arturo Prisco seinem Ziel, das QF zu einem Ort für Luxusmarken zu machen, ein Stück näher. In einer SZ-Beilage hat er kürzlich die QF-Passage mit allen Ladenmietern vorgestellt. „Wir wollen den Dresdnern zeigen, was uns von üblichen Shoppingcentern unterscheidet“, sagt er. Er versteht darunter qualitativ hochwertige, individuelle Läden und Lokalitäten für anspruchsvolle Kunden. Beharrlich hat sich Prisco in den vergangenen vier Jahren geweigert, große Ketten, und seien sie noch so namhaft, ins Haus zu holen. Lieber verzichtet er auf Mieteinnahmen und gleicht Verluste aus der eigenen Tasche aus. „Die Geschäftsleute, die in unserem Haus erfolgreich sind, pflegen ein persönliches Verhältnis und ein offenes Lächeln. Diese Vertrautheit, gepaart mit hochwertigen Produkten, das ist das Besondere“, sagt er.

Weil es Prisco schwer fiel, genügend Mieter zu finden, die diesen Ansprüchen genügen, wurde der Textilhändler nun auch Schuhhändler. Mit dem Laden „S Baumeister“ haben er und seine Frau im QF persönlich Erfahrungen in der Schuhbranche gesammelt. Im Hotel de Saxe führen sie inzwischen einen Geox-Laden.

Nun plant Prisco die Nummer 3: Im früheren Schaulust-Geschäft im Erdgeschoss eröffnet er im August den Laden Prime Shoes. Das sind rahmengenähte Herrenschuhe mit aufwendiger Ledersohle. „Bisher gibt es diese Läden nur in Zürich, München und Wien. Ich bin froh, das Angebot jetzt auch nach Dresden holen zu können“, sagt er. Auch das kleine Café in der ersten Etage hat er nun zur Campari-Bar umfunktioniert.

Prisco hatte immer den Anspruch, ein Quartier zu bauen, für Leute, die es sich leisten können. „Aber vor allem auch für Menschen, die es sich noch nicht leisten können. Sie sollen kennenlernen, was es Schönes gibt. Wir wollen Wünsche wecken“, sagt er. Etwas Edles sei auf Dauer oft besser als viele Massenartikel. Schon jetzt gibt es im QF Modelabels wie Escada, Fraas, Baslers und Wolford. Luxus-Uhren von Lange & Söhne, Meissener Porzellan und Schmuck von Juwelier Leicht. Um die Hemmschwelle für die teuren Marken abzubauen, will er im August in der derzeit leerstehenden ersten Etage eine Art Outlet anbieten. Die Dresdner sollen so Marken zu günstigen Preisen kaufen können und gleich noch erleben, wie eins zum anderen passt.

Quelle: SZ-Online: Neue Luxusmeile an der Frauenkirche

Direkt an der Frauenkirche haben wir auch Wohnungen und Gewerbeeinheiten anzubieten. Kontaktieren Sie uns unter info@m2-dresden.de oder rufen Sie an unter 0351-899350. Wir freuen uns drauf!

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Neues Wohnviertel an der Garnisonkirche

Freitag, 2. Juli 2010 8:08

Stefan Rössel

Im zweiten Bauabschnitt der Oberen Neustadt entstehen 75 Wohnungen, die Hälfte als Stadthäuser.

Dresden-Neustadt. An der Tannenstraße unterhalb von Garnisonkirche, MDR-Funkhaus und Fachgerichtszentrum ist der zweite Bauabschnitt für ein Wohngebiet begonnen worden. Insgesamt 75 Wohnungen entstehen dort neu. 35 davon sind als Stadthäuser in unterschiedlichen Formen für jeweils eine Familie geplant. Zusammen mit dem östlich anschließenden ersten Bauabschnitt von 2008 mit insgesamt 42 Wohneinheiten entsteht damit ein komplett neues Stadtviertel. Dem wird nicht zuletzt dadurch Rechnung getragen, dass in der neuen Anlage auch Ladengeschäfte vorgesehen sind. Sie sind entlang der Hans-Oster-Straße im Erdgeschoss geplant. Bäckerei, Café und Zeitungsshop oder ähnliche Läden können dort einziehen.

Darüber werden elf Wohneinheiten jeweils als erstes bis drittes Obergeschoss errichtet. Eine weitere Gruppe von 14 Stadthäusern jeweils mit Garten soll in zwei Reihen im Norden und der Mitte der Anlage entstehen. Weitere Einheiten entstehen am Ostrand als sogenannte Stapelhäuser. Dort werden auf sechs Wohnungen im Erdgeschoss noch vier weitere Häuser aufgestapelt.

Im konventionellen Geschosswohnungsbau entstehen 40 weitere Einheiten. Sie sind als Zwei- bis Fünf-Raum-Wohnungen geschnitten und zum Teil barrierefrei gehalten. Aus den Obergeschossen wird sich ein freier Blick über den Alaunpark und die Stadt bieten.

Der Reiz der Wohnanlage wird durch einen grünen Quartiersplatz in der Mitte verstärkt. Saniert und begrünt wird auch der Platz um den Brunnen am oberen Rand des Alaunparks. Von dort wird ein Grünzug nach Norden zwischen IKK und Gerichtszentrum hindurch zur Stauffenbergallee führen.

Das Gelände bleibt autofrei

Nur Fußwege führen oberirdisch zu den Häusern. Die gesamte Fläche von 12 000 Quadratmetern bleibt autofrei. Aber es wird eine Tiefgarage eingerichtet, die teilweise direkten Zugang in die Häuser erlaubt. Die Einfahrt erfolgt am nördlichen Rand von der Hans-Oster-Straße her.

In hohem Maß umweltfreundlich ist auch die Energieversorgung geregelt. Es wird Erdwärme eingesetzt. Zusammen mit einer energieschonenden Bauweise verspricht diese Technik langfristig niedrige Nebenkosten.

Bauträger ist die Projektgesellschaft Wohnen am Alaunpark des Entwicklers Manfred Kaiser. Der hatte schon den ersten Bauabschnitt errichten lassen. Kaiser ist auch Eigentümer der Garnisonkirche als dem markantesten Gebäude im nahen Umkreis.

Für die Stadt liegt die Entwicklung des Viertels ganz im gewünschten Trend. Es entsteht nahe dem Zentrum und braucht daher nur relativ geringe Leistungen zur Erschließung. Mit geringen Mitteln kann auch die Verkehrsanbindung optimiert werden: Die Verkehrsbetriebe richten eine zusätzliche Bushaltestelle an der Stauffenbergallee Höhe Kirche ein.

Quelle: SZ-Online: Neues Wohnviertel an der Garnisonkirche

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Straßen sind wegen Elbhangfest gesperrt

Freitag, 25. Juni 2010 10:21

Loschwitz/Pillnitz


Ab morgen bleiben die Straßen zwischen den Stadtteilen Loschwitz und Pillnitz für den Verkehr gesperrt. Beim 20. Elbhangfest, das schon heute Abend startet, haben Fußgänger, Festgäste, Händler und Veranstalter Vorrang. Von Sonnabend, 8 Uhr, bis Sonntag, 23 Uhr, sind die Straßen zwischen dem Körnerplatz und der Dampfschiffstraße in Pillnitz betroffen. Die Zufahrt zur Autofähre in Pillnitz aus Richtung Pirna und der Verkehr ab der Fähre nach Pirna sind frei.

Die Verkehrsbetriebe reagieren auf die erhöhten Fahrgastzahlen. Die Linien 6 und 12 fahren öfter. Die Pillnitzer Personenfähre fährt ab heute bis Montag durchgängig. Die Linie 63 wird wegen der Sperrung geteilt. Busse fahren zwischen Löbtau und dem Körnerplatz und zwischen Pillnitz und Graupa. (SZ)

Quelle: SZ-Online: Straßen sind wegen Elbhangfest gesperrt

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Loch stoppt Verkehr auf der Bautzner

Montag, 14. Juni 2010 12:03

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Von Stefan Rössel

Ein undichter Kanal hat für einen riesigen Einsturz gesorgt. Die Reparatur soll bis Mittwoch dauern.

Ein riesiges Loch in der Fahrbahn sorgt seit Freitag für erhebliche Behinderungen des Verkehrs auf der Bautzner Straße. Die Behebung der Schäden zwischen Radeberger und Stolpener Straße wird voraussichtlich bis Mittwoch dauern.

Ursache der Havarie war offenbar ein defekter Kanal aus dem Jahr 1904, wie die Stadtentwässerung Dresden mitteilte. Wahrscheinlich sei dadurch der Boden über Jahre hinweg ausgespült worden. Allein diese Absenkung erstreckte sich über vier mal vier Meter. Der Boden muss bis in 3,50 Meter Tiefe ausgehoben werden.

Umleitung mit Ampel

Kurz danach stürzte dann auch noch ein Schachtbauwerk von 1878 in der Straßenmitte ein. Michael Bartusch von der Stadtentwässerung führte diesen zweiten Schaden darauf zurück, dass der Verkehr stadteinwärts zunächst an der Schadstelle vorbeigeführt und der Schachtdeckel dadurch überlastet wurde. „Wir können froh sein, dass nicht noch mehr passiert ist“, sagte Amtsleiter Koettnitz. Der Schaden habe eine deutlich größere Dimension als die kleineren Unterspülungen, von denen es jährlich zehn bis 20 gebe. Die Straße wurde in dem Abschnitt für den stadteinwärts fließenden Verkehr gesperrt. Eine Umleitung führt über die Stolpener und die Radeberger Straße. An der Radeberger wurde am Freitag provisorisch eine Baustellenampel eingerichtet. Bis die so weit war, regelten Polizisten den Verkehr per Hand. Es gab lange Rückstaus. Die Gegenfahrbahn wurde ebenfalls eingeengt.

Auch der Straßenbahnverkehr musste auf der Strecke wieder eingestellt werden. Die Linie 11 aus Zschertnitz biegt von der Bautzner in die Hoyerswerdaer Straße ab und fährt weiter nach Tolkewitz. Die Strecke nach Bühlau wird erneut mit Ersatzbussen bedient. Allerdings hatten die Verkehrsbetriebe Not, dafür genügend Fahrer zusammenzubringen, zumal am Wochenende auch ein Ersatzverkehr für die Linie 3 gebraucht wird, wie Sprecher Falk Lösch erklärte. Er warnte im Übrigen vor Verspätungen und unregelmäßigen Fahrzeiten wegen der Verkehrsbehinderungen. Fahrgästen nach Bühlau empfehlen die DVB deshalb, auf die Buslinie 61 auszuweichen, die mit der 11 am Schillerplatz erreicht werden kann. Zum Weißen Hirsch wurde außerdem die Standseilbahn vom Körnerplatz empfohlen. Sie ist zu diesem Zweck mit einfachem Ticket freigegeben. Die Straßenbahn stellt auch für die Reparatur das große Problem dar. Die Gleise müssen ausgebaut und an dem Schachtbauwerk neu gegründet werden, erklärte Michael Bartusch vor Ort. Nach seiner Einschätzung würden die Arbeiten mindestens bis Mittwoch dauern. Amtsleiter Koettnitz äußerte sogar die Befürchtung, es könne bis zum Freitag dauern.

Quelle mit Foto: sz-online: Loch stoppt Verkehr auf der Bautzner

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Streit um Einkaufszentren in der Neustadt

Donnerstag, 10. Juni 2010 11:38

Von Stefan Rössel

Die Bauherren von zwei neuen Konsumtempeln konkurrieren um eine Baugenehmigung.

Braucht die Neustadt neue Einkaufszentren? Das sollen nach dem Willen des Ortsbeirats jetzt unabhängige Gutachter klären. Der Umbau des DVB-Hochhauses am Albertplatz zum Albert-Park konkurriert mit Plänen für eine Post-Passage an der Königsbrücker Straße.

Gutachter sollen nun prüfen, wie sich die Zentren auf die bestehende Einzelhandelsstruktur auswirken und welche zusätzliche Verkehrsbelastung sie auslösen würden. Die Forderung wurde am Dienstagabend mit der Mehrheit von Grünen, SPD, Linken, Freien Bürgern und Bürgerbündnis (zehn) gegen die vier Stimmen von CDU und FDP verabschiedet. Beide Projekte waren in der Sitzung von den Investoren vorgestellt worden. Der Albert-Park mit dem Hochhaus am Albertplatz ist schon seit vorigem November im Gespräch. Das Projekt für das Postgelände an Königsbrücker und Lößnitzstraße wurde erstmals öffentlich präsentiert. Beide Investoren gehen davon aus, dass nur ein Projekt realisiert werden kann.

Albert-Park: Magnet auch für die Innere Neustadt
Regine Töberich von Dresdenbau GmbH hob als Vorzug ihres Vorhabens Albert-Park hervor, dass er eine Magnetwirkung sowohl für die Äußere als auch die Innere Neustadt entfalten könnte. Sie will mit einem großen SB-Markt von 5 000 Quadratmetern auch für die Sanierung des 14 Jahre leer stehenden Hochhauses sorgen und eine Reihe Wohnbauten im hinteren Teil des Geländes errichten. Im Hochhaus sollen auch öffentliche Einrichtungen wie die Bibliothek Platz finden. 200 Fahrradabstellplätze sind neu in ihrem Plan.

Post-Passage: erst im Stadium einer Studie
Investor Heinz Nettekoven von der Florana KG will in seine Post-Passage einen großen Rewe-Markt sowie 14 kleinere Läden ohne Lebensmittel mit insgesamt 4 200 Quadratmetern unterbringen. Als Vorzug hob er hervor, dass das Denkmal Postgebäude aus den frühen 1960er-Jahren erhalten werden könne. An der Lößnitzstraße könne ein Gastronomiebetrieb mit Terrasse einziehen.

Das Konzept ist allerdings erst im Stadium einer Studie. Den Teil des Geländes zur Dr.-Friedrich-Wolf-Straße will Nettekoven nicht bebauen. Die Stadt sieht hier Wohngebäude vor, für die ein anderer Investor sorgen müsste.

Stadt: Verkaufsflächen sind für Neustadt zu groß
Das Stadtplanungsamt geht davon aus, dass beide Projekte verwirklicht werden. Es will die Ladenflächen auf je 4 000 Quadratmeter beschränken. Petra Pilarski empfahl für den Albert-Park vor allem eine Reduzierung des Lebensmittelanteils. Zur Post-Passage erklärte sie, dort gebe es eher ergänzende als konkurrierende Nutzung.

Beide Investoren lehnen eine Verkleinerung ab. Töberich sagt, dann könne das Hochhaus nicht saniert werden. Bei Nettekoven ist unklar, ob er die Post-Passage überhaupt realisieren will. „Ich brauche das nicht!“, bemerkt er gelegentlich.

Quelle: sz-online: Streit im Einkaufszentren in der Neustadt

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Stadträte wollen für Schulsanierung Schulden machen

Donnerstag, 3. Juni 2010 13:39

Thilo Alexe und Denni Klein


Die Grünen wollen das Schuldenverbot aufweichen. Investitionen in Gebäude sollen mit Krediten finanziert werden. Die FDP spricht vom „Dammbruch“.


Dresden soll nach dem Willen der Grünen für die Sanierung städtischer Gebäude Schulden machen können. Mit diesem Vorstoß löst die Stadtratsfraktion eine Grundsatzdebatte über die kommunale Finanzpolitik aus. Die Grünen wollen das nach dem Verkauf des kommunalen Wohnungsbestandes 2006 beschlossene Neuverschuldungsverbot aufweichen. Für die sogenannte energetische Sanierung etwa von Schulen soll die Stadt Kredite aufnehmen dürfen.

Auf den ersten Blick erscheint der Antrag sinnvoll. Denn allein an Dresdner Schulen ist der Sanierungsstau gigantisch. Rund 650 Millionen Euro sind nötig, um alle nötigen Reparaturen durchzuführen. Die Grünen argumentieren, dass die energetische Sanierung von Gebäuden langfristig zu niedrigeren Kosten – etwa für Heizung – durch die Stadt führe. Zudem biete die Kreditanstalt für Wiederaufbau derzeit günstige Zinsen. Die langfristigen Einsparungen lägen höher als die Aufwendungen für die Kredittilgung, sagt Grünen-Stadträtin Margit Haase.

Bislang darf Dresden nur in eng definierten Ausnahmefällen Kredite aufnehmen. Diese Regelung greift, wenn Maßnahmen, für die es bereits Fördermittelzusagen gibt, vorfinanziert werden sollen. Und auch nur dann, wenn der dafür fällige Kredit vom Fördermittelgeber – in der Regel Bund oder Land – getilgt wird.

„Wir wollen das Neuverschuldungsverbot nicht aushöhlen, sondern seine Realisierung fördern“, sagt Grünen-Fraktionssprecher Jens Hoffsommer. Jedes einzelne Sanierungsprojekt müsse selbstverständlich genau durchgerechnet werden. „Wir müssen fragen, für welchen Zweck wir die Schulden machen“, fügt Hoffsommer hinzu. Für den Konsum dürfe das nicht sein. Doch Kredite für Investitionen, die rasch zu Vorteilen für die Stadt führten, sollten möglich sein.

Hoffsommer verweist auf den Kauf von Anteilen der Drewag und anderer Regionalversorger. Dieser sei auch über Kredite einer kommunalen Tochterfirma und eine städtische Bürgschaft finanziert worden. Die Stadt erhofft millionenschwere Einnahmen aus dem Verkauf von Strom

FDP: Grüne wollen nicht sparen

Allerdings gibt es heftigen Widerstand gegen den Antrag der Grünen. FDP-Fraktionschef Holger Zastrow kritisiert: „Der Vorschlag der Grünen ist die Abkehr von einer soliden und zukunftsverantwortlichen Finanzpolitik. Nur weil die Grünen nicht sparen können und nicht sparen wollen, verschieben sie die Probleme der Gegenwart in die Zukunft.“

Mit ihrem Vorstoß höben die Grünen „das Prinzip des Neuverschuldungsverbots im Grundsatz auf“, mahnt Zastrow. Es sei unverantwortlich, eine solche Forderung in Zeiten der größten Finanzkrise zu stellen. Sollte der Vorschlag im Stadtrat durchkommen, wäre das ein „Dammbruch“.

Kritik kommt auch von der CDU-Fraktion. Deren Sprecher Helfried Reuther sagt: „Wir haben etwas gegen alles, was das Schuldenverbot aufweicht.“ Dagegen signalisieren Vertreter der Linken und der SPD Interesse. Der Antrag sei es wert, sorgfältig geprüft zu werden. Damit hat er Chancen auf eine knappe Mehrheit im Rat. Der entscheidet nach der Sommerpause.

Quelle: sz-online: Stadträte wollen für Schulsanierung Schulden machen

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