Nachfrage nach Gründerzeitwohnungen in Leipzig steigt – erstmals ausgeglichene Bilanz

Freitag, 5. November 2010 0:26

Leipzig. Der Wohnungsmarkt in der Messestadt scheint sich zu normalisieren. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werde es in den kommenden drei Jahren nach Dekaden des Überangebots erstmals eine ausgeglichene Marktsituation geben. Das betrifft insbesondere Gründerzeitbestände und Eigenheime, heißt es in einer Mitteilung.

Vor allem in den Stadtteilen Gohlis-Süd, Musikviertel, Schleußig und Südvorstadt wird eine steigende Nachfrage nach Wohnraum erwartet. Auch im Leipziger Westen – einem Schwerpunktgebiet der integrierten Leipziger Stadtentwicklung – wird von einem Nachfragezuwachs ausgegangen. Dagegen rechnet die Kommune im Leipziger Osten, in Grünau, Schönefeld und an der Georg-Schumann-Straße mit weniger Wohnungsgesuchen.

Die Leerstandsquote in Leipzig sinke deshalb leicht, heißt es in der Mitteilung. Künftig werden vor allem eher unsanierte Wohnungen zu haben sein.

Grundlage für diese durch Baubürgermeister Martin zur Nedden verkündete Einschätzung ist das so genannte Wohnungsmarktbarometer der Stadt Leipzig. Hierzu werden lokale Wohnungsmarktakteure zur aktuellen Marktlage, zum Stadtumbau, zur Stadtentwicklung sowie zur künftigen Entwicklungen auf dem Wohnungsmarkt befragt.

Quelle: LVZ-Online: Nachfrage nach Gründerzeitwohnungen in Leipzig steigt – erstmals ausgeglichene Bilanz

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Wird Schloss Übigau Schokoladenzentrum?

Freitag, 5. November 2010 0:23

Eigentümerin Ingrid Schinz sucht Ideen für eine künftige Nutzung der 284 Jahre alten Anlage.

Nach jahrelangem Leerstand und Verfall kommt jetzt immer mehr Bewegung in den Problemfall Schloss Übigau. Eigentümerin Ingrid Schinz lässt sich Konzepte für eine künftige öffentliche Nutzung der Anlage am Übigauer Elbufer entwerfen. Neun Gruppen von Studenten der Wirtschaftswissenschaft an der Dresdner Hochschule für Technik und Wirtschaft machten sich an die Arbeit. Vier davon durften ihre Ergebnisse inzwischen vorstellen.

„Es wurde als Lustschloss gebaut“, sagte Student Robert Berger bei seiner Präsentation. „Also soll es auch künftig mit Sinnlichkeit und Genuss zu tun haben. Wir stellen uns ein Schokoladenschlösschen vor.“ Ein großer Schokoladenbrunnen soll demnach den Eingangsbereich zieren und auf das Thema einstimmen.

Im Erdgeschoss und sommers auch im Garten gäbe es den süßen Stoff in allen Varianten zu genießen. In einer gläsernen Schauwerkstatt könnten die Besucher die Herstellung von Pralinen beobachten. Für Gruppen würden Workshops zur Produktion angeboten. Und schließlich könnten die kleinen Köstlichkeiten auch als Eigenmarke verkauft werden. So gäbe es gleich drei Einnahmequellen: Café, Kurse und Verkauf.

Ina Gleichmann und Kommilitonen knüpfen ebenfalls an die Geschichte des Baus von 1726 an. Sie schlagen vor, dort ein Rokoko-Zentrum einzurichten, um das Lebensgefühl dieser Epoche von 1720 bis 1775 noch einmal vorzuführen.

Anja Bussmann, Florian Zöllner und andere halten das Schloss für das beste Ambiente für eine Tanz- und Musikschule. Im Erdgeschoss bekämen die Tänzer Spiegel an die Wände der Übungsräume. Unter dem Dach gäbe es kleine Räume für Instrumentenproben. Der große Saal im Obergeschoss böte Raum für Aufführungen. Eher Ateliers für Künstler will dagegen eine vierte Gruppe einrichten lassen. Alle setzen übrigens darauf, dass die Sommerwirtschaft weiterläuft.

Auch die übrigen Entwürfe werden noch einmal hinzugezogen, sagte Professor Torsten Gonschorek, der die Arbeiten beaufsichtigt. Darunter befinde sich auch ein Plan für Büronutzung. Vor zehn Jahren hatte die Familie Schinz das Anwesen gekauft. Danach verfiel es immer weiter. Ab 2005 lief eine Bürgerinitiative dagegen Sturm. Prominente setzten sich schon für den Rückkauf der Immobilie durch die Stadt ein. Die erteilte Auflagen zur Sicherung des Denkmals.

Inzwischen hatten die Schinzens die Einrichtung der Sommerwirtschaft im Garten erlaubt. Die Bürgerinitiative wurde von einem Förderverein abgelöst. Und es wurden erste Sanierungsarbeiten an dem Gebäude vorgenommen. (Stefan Rössel)

Quelle: SZ-Online: Wird Schloss Übigau Schokoladenzentrum?

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Neubau in Dresden-Klotzsche

Freitag, 8. Oktober 2010 13:00

2 ETW an der Dresdner Heide für Kapitalanleger

Eckdaten

Wohnfläche gesamt: 40 m²
Kaufpreis: 55.000 €
Courtage: 5.950 € Fixbetrag incl. MwSt.

Objekt

Dieser Neubau befindet sich in einem schönen Stadtteil von Dresden, in Klotzsche, in direkter Nachbarschaft von Hellerau, der ersten Gartenstadt Deutschlands. Klotzsche, früher Königswald, ist ein jahrhundertealter Villen- und Kurort mit angrenzendem Waldpark. Es ist eines jener ausgedehnten Villenviertel, die sich entlang der Elbhänge von Pillnitz bis Radebeul erstrecken, und welche die Schönheit der Stadt Dresden neben den historischen Bauten aus dem 18. Jahrhundert in der Dresdner Innenstadt ausmachen. Flughafen und Autobahn, sowie die gute Anbindung zur Innenstadt, machen Klotzsche zu einer der Top-Wohnlagen von Dresden. Bahn und Busse sind nur wenige Minuten zu Fuß entfernt und zahlreiche kleine Geschäfte eröffnen viele Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarfs.

Diese Neubau-Wohnanlage befindet sich in ruhiger, durchgrünter Lage bei zugleich idealen Anbindungen zu Schnellstraßen und dem Dresdner Flughafen. Im Haus ist ein Lift installiert. Die Einheiten 333 und 334 sind im 3.Obergeschoss und derzeit vermietet.Es handelt sich um zwei möblierte 1-Zimmerwohnungen ß 20 m² Wohnfläche mit Empore, die den Schlafbereich bildet. Die Möblierung umfasst u.a. jeweils eine Singleküche, Couch, Bett und Schrank sowie Tisch und Stuhl.Zu den Wohnungen gehören zwei Tiefgaragenstellplätze, die zu ß 25,00 € mit vermietet sind (in den ME bereits enthalten).

Exposé: Neubau in Dresden-Klotzsche

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Mehrfamilienhaus in Leipzig-Connewitz

Freitag, 8. Oktober 2010 12:49

Sonnenbalkon, 2 Zi./ 54 m2 in Connewitz

Eckdaten

Wohnfläche gesamt: 54 m²
Zimmer: 2
Kaltmiete:  326,30 Euro
Nebenkosten: 109,00 Euro
Warmmiete: 435,30 Euro
Courtage: provisionsfrei

Ausstattung

Balkon

Objekt

Dieses Mehrfamilienhaus befindet sich in Leipzig-Connewitz. Das Stadtzentrum ist mit dem PKW in 10 Minuten zu erreichen. Sämtliche Versorgungseinrichtungen befinden sich in der Nähe, ebenso öffentliche Verkehrsmittel.
Exposé: Mehrfamilienhaus in Leipzig-Connewitz

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Bebauungsplan “Stadthäuser Limburgerstraße” soll öffentlich ausgelegt werden

Donnerstag, 7. Oktober 2010 9:13

ahr

Der Entwurf des Bebauungsplans „Stadthäuser Limburgerstraße” soll öffentlich ausgelegt werden. Darüber informierte Wolfgang Kunz, Leiter des Stadtplanungsamtes, in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters am Dienstag. Ort und Zeitpunkt der Auslegung werden gesondert bekannt gegeben.

Der Entwurf sieht die Errichtung von elf Stadthäusern nördlich der Limburgerstraße zwischen der Weißen Elster und der Erich-Zeigner-Allee vor. Das Areal ist seit langer Zeit unbebaut. Im westlichen Bereich des Geländes sollen zwei spiegelbildlich zueinander angeordnete Hausreihen entstehen, die aus jeweils vier Häusern entstehen. Geplant ist außerdem eine großzügige Grünzone aus aneinander grenzenden Gärten. Unmittelbar an der Weißen Elster sind drei einzeln stehende Einfamilienhäuser vorgesehen.

Quelle: LVZ-Online: Bebauungsplan”Stadthäuser Limburgstraße” soll öffentlich ausgelegt werden

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Moderne Stadthäuser für den Postplatz

Donnerstag, 7. Oktober 2010 8:49

Von Bettina Klemm

Der Parkplatz hinter der Altmarkt-Galerie soll mit Wohnhäusern bebaut werden. Die Stadt sucht derzeit Investoren dafür.

Moderne Stadthäuser sollen entlang der Wallstraße entstehen. Sie könnten fünf Geschosse plus Dachausbau erhalten. Im Erdgeschoss, und wenn gewünscht auch im Unter- oder ersten Obergeschoss, sind Geschäfte vorgesehen. So entstünde auch zu der anderen Seite der langen Straßenbahnhaltestelle eine Einkaufsstraße. Über den Läden sind Maisonette-Wohnungen vorgesehen. Wegen des zu erwartenden Verkehrslärms an der Haltestelle werden zur Wallstraße hin Küchen und Sanitärräume angeordnet, während Wohn- und Schlafräume zur Hofseite zeigen.

In Richtung Marienstraße entstehen kleine Innenhöfe oder Gärten mit 18 Metern Breite. Daran schließt sich eine zweite Reihe von viergeschossigen Stadthäusern mit Blick auf den geplanten Wasserkanal entlang der ehemaligen Festungsmauern an. „Hier könnten exklusive Einfamilienhäuser entstehen“, sagt Professor Angela Mensing–de Jong von der Dresdner Hochschule für Technik und Wirtschaft. Gemeinsam mit Professor Mario Maedebach hat sie Abschlussarbeiten von Architekturstudenten zu diesem Thema betreut. Die Studenten setzten sich mit Nutzungsmöglichkeiten auseinander und fertigten Modelle zu ihren Entwürfen.

Jedes Haus soll nur etwa sechs Meter breit sein, die Grundstückstiefe beträgt 42 Meter. Die Fassaden werden sich, so zumindest die Vorschläge der Studenten, voneinander unterscheiden. Die Stadt hat die Studentenmodelle jetzt auf der Expo Real, der Internationalen Messe für Gewerbeimmobilien in München, ausgestellt. „Wir suchen Investoren für den Postplatz“, sagt Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Er sei mit der Resonanz sehr zufrieden.

Für das gesamte Postplatzgebiet hat die Stadt bereits seit Mai 2000 einen beschlossenen Bebauungsplan. Er geht auf die Entwürfe von Joachim Schürmann zurück. Ursprünglich sollten an der Wallstraße hauptsächlich Geschäftshäuser entstehen. „Doch bei unserem Workshop zum Postplatz im Frühjahr wurde angeregt, stärker an eine Wohnbebauung zu denken“, sagt Barbara Engel. Sie ist für die Stadtplanung in der Innenstadt zuständig und hofft, dass sich nun Investoren für die Pläne finden.

Der Bebauungsplan sieht hinter den Häusern eine Doppelreihe mit Bäumen, dann einen Wassergraben und dann nochmals eine doppelte Baumreihe etwa vor der 240 Meter langen Wohnzeile Am See vor. Die Marienstraße soll erhalten bleiben. Doch der Parkplatz verschwindet völlig. Das sieht Thorsten Kemp von der Altmarkt-Galerie gelassen. „Es war immer klar, dass es sich um ein Baufeld handelt. Mit den Wohnungen kommen zusätzliche Kunden. Und noch gibt es ausreichend Parkplätze in der Tiefgarage am Altmarkt“, sagt der Centermanager.

Die Sächsische Wohnungsgenossenschaft ist derzeit dabei, die Fassaden der Häuser Am See 9 bis 17 zu sanieren. Bis Ende des Monats soll eine Musterfassade angebracht sein. Die Häuser werden mit einer Wärmedämmung ausgestattet. Die Balkone erhalten neue Trennwände und Brüstungen in Rot und Blau. Insgesamt wendet die Genossenschaft rund fünf Millionen Euro für die Sanierung der 440 Ein- und Zweiraumwohnungen auf. Sie seien fast alle vermietet.

Auf der anderen Seite des Postplatzes haben erste Vorbereitungen für die archäologischen Grabungen begonnen. Hier entstehen Hotel und Geschäftshaus.

Quelle: SZ-Online: Moderne Stadthäuser für den Postplatz

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Sanierter Altbau in Leipzig-Reudnitz

Montag, 27. September 2010 12:34

***m²*** eigene Terrasse über den Dächern von Reudnitz

Eckdaten

Wohnfläche gesamt: 161 m²
Zimmer: 4
Kaltmiete:  792 Euro
Nebenkosten: 355 Euro
Warmmiete: 1.147 Euro
Courtage: provisionsfrei

Ausstattung

EBK
Balkon
Parkett/Laminat

Objekt

Dieses Mehrfamilienhaus befindet sich in Leipzig-Reudnitz. Das Stadtzentrum ist mit dem PKW in 10 Minuten zu erreichen. Sämtliche Versorgungseinrichtungen befinden sich in der Nähe, ebenso öffentliche Verkehrsmittel.Diese und viele weitere aktuelle Angebote finden Sie auf www.m2-leipzig.de
Exposé: Sanierter Altbau in Leipzig-Reudnitz

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Mietwohnungen im Mehrfamilienhaus in Eschdorf

Montag, 27. September 2010 12:17

+++7 Zimmer! Bel étage! Im Semper-Stil! +++

Eckdaten

Wohnfläche gesamt: 210 m²
Zimmer: 7
Kaltmiete: 1.890 Euro
Nebenkosten: 336 Euro
Warmmiete: 2.226 Euro
Courtage: 1,19 Netto Monatsmiete(n) incl. MwSt

Ausstattung

EBK
Balkon
Holzdielenboden
Holzfenster
Fußbodenheizung

Objekt

Sauna, Pferdeställe, barocke Stilelemente, Zentralheizung (regenerative Energien), moderne Einbauküche, Gemeinschaftsräume

Dieser sanierte Altbau befindet sich in Eschdorf bei Dresden. Eschdorf liegt inmitten der Natur, trotzdem ist das Stadtzentrum nur 15 Minuten entfernt. Sämtliche Versorgungseinrichtungen befinden sich in der Nähe, ebenso öffentliche Verkehrsmittel.

Ein Herrschaftliches Gut, wo man denkt, dass einen der Hofstaat mit Trompeten empfängt. Abgeschotten vom Lärm umgibt die Sonne dieses Anwesen ganztägig. Der Stand der Ausstattung ist höchstmodern. Sie leben in absoluter Ruhe. Die Entspannung beginnt nach Schliesen der Tür. Original erhaltene Natur in schönen Grüntönen umgibt Sie Tag für Tag. Besuchen Sie uns!

Exposé: Mietwohnungen im Mehrfamilienhaus in Eschdorf

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Streifzug rund um den Markt soll Eindrücke vom “neuen” und “alten” Leipzig vermitteln

Montag, 27. September 2010 9:25

ahr

Ein Bild vom „neuen” und „alten” Leipzig präsentiert das Stadtgeschichtliche Museum bei einem Streifzug rund um den Markt am Dienstag. Bei der rund 90-minütigen Führung können die Teilnehmer die Gassen und Plätze von einer völlig neuen Seite entdecken. Gestartet wird um 14 Uhr im Festsaal des Alten Rathauses.

Fotoaufnahmen aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg und ein Stadtmodell von 1823 im Alten Rathaus belegen, wie sich der historische Stadtkern mit den Jahren verändert hat: Altbekannte Geschäfte sind verschwunden, neue entstanden, grüne Plätze wurden umstrukturiert, passagen neu geschaffen.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Am 28. September besteht ebenfalls die Möglichkeit zu einem Streifzug rund um den Markt.

Quelle: LVZ-Online: Streifzug rund um den Markt soll Eindrücke vom “neuen” und “alten” Leipzig vermitteln

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Dynamo will günstigere Miete

Montag, 27. September 2010 9:22

Von Thilo Alexe

Das Stadion ist dem Verein zu teuer. Daher verhandeln Stadt und Traditionsklub die Verträge nach.

Der Vertragspoker ist eröffnet. Die Verhandlungen zwischen Stadt und Verein über die Miete für den Stadionneubau haben begonnen. In der vergangenen Woche hat sich nach Angaben des amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Thomas Bohn, der Stadionbeirat gegründet. Dem Gremium gehören Vertreter des Vereins, der Stadt und der Stadionprojektgesellschaft an. Ziel ist es, die durch den Stadionneubau entstandenen Kosten für Dynamo zu senken.

Denn den Fußball-Drittligisten drücken hohe Mietkosten. Ursprünglich reichlich zwei Millionen Euro sollten die Gelb-Schwarzen für die Nutzung des neuen Stadions pro Saison zahlen. Die Stadt beschloss im März eine Finanzspritze von 700.000 Euro für die jetzige Saison und weitere Hilfen – unter anderem, um die Mietlasten zu senken. Weiterer Teil des umstrittenen Ratsvotums: Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) sollte „unbürokratisch“ dem Verein bei eventuellen Problemen mit der Lizenzerteilung helfen.

Die Beteiligten sprechen miteinander, allerdings nennen sie keine Details. „Die Verhandlungen laufen“, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Für das Rathaus seien die Geschäftsbereiche von Sportbürgermeister Winfried Lehmann und Finanzressortchef Hartmut Vorjohann (beide CDU) verantwortlich.

Der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende von Dynamo Dresden, Thomas Bohn, nennt allerdings das Anliegen des Vereins sehr deutlich. „Meines Wissens nach nutzen wir das teuerste Stadion der dritten Liga.“ Nach seinen Recherchen betragen Stadionmieten für drittklassige Vereine im Schnitt eine halbe Million Euro pro Saison. „Uns geht es darum, eine angemessene Miete zu zahlen.“ Der Verein dürfe durch das Stadion nicht in finanzielle Schieflage geraten.

Wie hoch die Miete sein soll, sagt Bohn nicht – Verhandlungstaktik. Dennoch macht er eine klare Ansage. „Wenn wir sportlich erfolgreich sind und weitere Zuschauer anziehen, können wir auch den einen oder anderen Euro mehr zahlen.“ Das heißt, dass Dynamo voraussichtlich eine erfolgsabhängige Miete will, die sich im Fall des mittelfristig angestrebten Zweitligaaufstiegs erhöht.

Finanzbürgermeister Vorjohann dürfte aber über sinkende Miete nicht erfreut sein. Das würde voraussichtlich bedeuten, dass die Stadt die Differenz zuschießen muss – in Form von Überweisungen an die Stadionprojektgesellschaft.

Die im März vom Rat besiegelte Hilfe war nicht die erste für den Verein. Nach der damaligen Darstellung von Vorjohann hatte die Stadt bis zu diesem Zeitpunkt zwölf Millionen Euro für das neue Stadion zugeschossen und mit 40 Millionen Euro für den Großteil der Bausumme gebürgt.

Vieles deutet darauf hin, dass die Stadt weiteres Geld für Dynamos neue Heimat aufbringen muss – wie viel, ist offen. Doch Alternativen gibt es kaum. Der Fußballverein ist publikumsstarker Hauptnutzer des Stadions. Ginge der Klub pleite, stünde der Neubau weitgehend leer – bei laufender Tilgung der Baukredite.

Doch die Stadt hat auch Forderungen an Dynamo, das einen Etat von etwa neun Millionen Euro hat. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) betonte in den vergangenen Monaten mehrfach, dass der Verein eine professionellere Struktur benötige. Eine Variante: Die erste Mannschaft könnte kaufmännisch anders als der Rest des Vereins geführt werden. Eine solche Ausgliederung hätte voraussichtlich weniger Mitsprachemöglichkeiten der Vereinsmitglieder zur Folge.

Bis es so weit ist, müssen aber noch andere Punkte verhandelt werden. So drängt die Stadt darauf, dass Dynamo-Vermarkter Sportfive und die Projektgesellschaft ebenfalls Geld lockermachen – insgesamt 200000 Euro. Bohn hofft, dass bis zur Mitgliederversammlung im November Ergebnisse vorliegen.

Quelle: SZ-Online: Dynamo will günstigere Miete

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