Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Dresden News'

Neumarkt-Investor soll sich an Vorgaben halten

Mittwoch, 4. Januar 2012 15:17

Für das umstrittene Bauprojekt zwischen Kulturpalast und Heinrich-Schütz-Residenz soll jetzt ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Das kann der Bauausschuss heute auf Antrag der Bürgerfraktion beschließen. „Wir wollen das Bauprojekt nicht verhindern. Die KIB als Investor soll dort bauen können“, sagt Christoph Hille von der Bürgerfraktion. Aber sie solle sich dabei an die Gestaltungssatzung für den Neumarkt halten.

Darauf hätten die Stadtplaner beim Wettbewerb keinen Wert gelegt, kritisiert Hille. Der Neumarkt und nicht der Kulturpalast und die Wohnbebauung aus den 1960er-Jahren sollte Maßstab sein. „Alle Neubauten ordnen sich dem Hauptbau Frauenkirche unter und beziehen sich in ihrer Größe auf die rekonstruierten historischen Gebäude“, fordert Hille. Er hofft nun, mit einem Bebauungsplan nachbessern zu können. Dabei geht es um die alte Parzellenstruktur, um einen höheren Anteil an Wohnungen und dafür weniger Gewerbefläche. Besonders kritisch sieht Hille die geplante Dachgestaltung. Sie sei absolut unpassend.

Für das geplante Gebäude kann es derzeit kein Baurecht geben, weil die Eigentümer der Nachbargrundstücke Widerspruch angemeldet haben. Die Abstände zu ihren Häusern seien zu klein. Auch das kann mit einem Bebauungsplan geregelt werden. (SZ/kle)

Quelle: http://www.sz-online.de/Nachrichten/Dresden/Neumarkt-Investor_soll_sich_an_Vorgaben_halten/articleid-2953853

Thema: Dresden News | Kommentare (0) | Autor: Ina Erfurt

Stadträte wollen Bürgerentscheid zur Königsbrücker

Mittwoch, 4. Januar 2012 15:10

Dresden. Der Stadtrat soll einen Bürgerentscheid zum Ausbau der Königsbrücker Straße beschließen. Das schlagen Grüne, SPD und Linke vor. Sie wollen damit erreichen, dass der am 29. September 2011 mit knapper Mehrheit gefasste Beschluss zum vierspurigen Ausbau der Straße aufgehoben wird.

Seit mehr als 15 Jahren wird über den Ausbau der Straße diskutiert. Der Stadtrat hatte bereits mit großer Mehrheit für einen zweispurigen Ausbau mit überbreiten Spuren gestimmt. Die Verwaltung hatte zusätzlich eine Kompromissvariante eingebracht. Selten stehe ein Stadtratsbeschluss so klar dem Votum der Verwaltung, der Sachverständigen und der öffentlichen Meinung entgegen, heißt es in dem gemeinsamen Antrag der drei Fraktionen. Gegen einen vierspurigen Ausbau haben sich Verkehrsexperten und Gutachter ebenso ausgesprochen wie der Ortsbeirat Neustadt und Anwohner.

Über das Thema soll der Stadtrat noch in seiner Sitzung am 19. Januar entscheiden. Gestern Abend befasste sich der erste Ausschuss damit. Er lehnte aber mit fünf zu fünf Stimmen ab. (SZ/kle)

Quelle: http://www.sz-online.de/Nachrichten/Dresden/Stadtraete_wollen_Buergerentscheid_zur_Koenigsbruecker/articleid-2952950

Thema: Dresden News | Kommentare (0) | Autor: Ina Erfurt

Dresden schaut in die Röhre

Mittwoch, 4. Januar 2012 15:06

Die Technik im Waldschlößchen-Tunnel ist weitgehend installiert. Doch die unterirdische Straße wird wohl namenlos bleiben.

Das knapp 750 Meter lange Tunnelsystem am Waldschlößchen ist weitgehend fertiggestellt. Der letzte Beton wurde kürzlich vorm Portal des Haupttunnels unterhalb der Bautzner Straße eingebaut. „Anfang kommenden Jahres sollen die letzten Montagearbeiten abgeschlossen sein“, sagt Bauoberleiter Hans-Joachim Kummert, der vor Ort Details erläuterte.

Die Tunnel: Kameras schon mit der Zentrale verbunden

„Der Tunnelbau ist in den vergangenen Wochen ordentlich vorangegangen“, so Kummert. Vor allem waren Monteure im Haupttunnel, der östlichen Ausfahrtsröhre und dem westlichen Zufahrtstunnel aktiv. Die Technik ist zu über 90 Prozent installiert. Kürzlich wurde der letzte der 19 Lüfter montiert, die künftig für Frischluft in den Röhren sorgen werden. Eingebaut und an die Überwachungszentrale auf der Lohrmannstraße angeschlossen sind auch die Videokameras. Neben der Fahrbahn sind LED-Leuchten installiert, die zusätzlich den Fahrbahnrand markieren.

Die Benennung: Kein Name für Tunnel am Waldschlößchen

Zwar prangt auf gelben Plasteschildern in den Hauptröhren der Name „Waldschlößchentunnel“. Doch offiziell wird er so künftig nie auf Karten ausgewiesen. „Tunnel werden grundsätzlich nicht offiziell benannt“, erläutert Helmut Krüger. Als Chef des Vermessungsamtes ist er dafür zuständig. Brücken erhalten hingegen Namen. Insgesamt gibt es in Dresden bisher sechs Tunnel. Bezeichnungen wie „Bramschtunnel“ seien jedoch nicht offiziell.

Die Sicherheitstests: Noch vor der Eröffnung Brandversuch

Auf Sicherheit werde im Tunnelsystem größter Wert gelegt, betont Kummert. Dafür gebe es viele technische Einrichtungen. So sind alle zehn Meter Rauchmelder und andere Messgeräte installiert. Auch Notrufsäulen und Absperrschranken vor den Tunnelportalen stehen bereits. Sie schließen sofort automatisch die Zufahrten, wenn die Technik einen Brand meldet.

Getestet wird der Ernstfall erst vor der Eröffnung. Die Brückenübergabe ist für Oktober 2012 geplant. Kurz vorher wird ein Brand simuliert, bei dem die Funktion der Lüfter und aller Sicherheitseinrichtungen getestet wird. Später wird sie noch einmal bei rollendem Verkehr überprüft.

Die Zugänge: Fahrstuhl von Bushaltestelle zum Bautzner Ei

Sichtbare Konturen haben die Wege für Radfahrer und Fußgänger rings um das Tunnelportal unterm Bautzner Ei angenommen. Für Fahrgäste gibt es von der künftigen Bushaltestelle an der Brücke zwei Wege hinauf – über eine Treppe und einen Fahrstuhl. Der ist fertig, muss nur noch vom TÜV überprüft werden, so Kummert. An beiden Seiten des Tunnelportals werden künftig Verbindungen vom Körnerweg hinaufführen. Für Radfahrer sind schon Serpentinen angelegt. Im Frühjahr werden sie noch asphaltiert. „Die alten Wege werden alle mit einem Kiesbelag wiederhergestellt, auch der zum Pavillon“, sagt er.

Der neue Platz: Blick auf Brücke und Dresdens Altstadt

Über dem Tunnelportal sind die Bauleute dabei, einen Platz zu gestalten. „Das wird der neue Balkon Dresdens“, erklärt Kummert. Auch wenn manche Besucher mit gemischten Gefühlen hinabblicken werden. Denn dort bietet sich künftig nicht nur der Blick zur Altstadt, sondern auch zur umstrittenen Brücke. Die Fläche ist gepflastert, Mauern sind mit Sandstein verkleidet. Dort werden noch Bänke aufgestellt und Bäume gepflanzt.

Quelle: http://www.sz-online.de/Nachrichten/Dresden/Dresden_schaut_in_die_Roehre/articleid-2950126

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Pieschens Dreckecken sollen verschwinden

Mittwoch, 4. Januar 2012 14:58

Von Tobias Winzer

Bis 2013 gibt die Stadt drei Millionen Euro für mehr Ordnung und Sauberkeit aus. Pieschen soll davon am meisten profitieren.

Zugewucherte Gehwege, Hundehaufen und überquellende Wertstoffcontainer – nach Ansicht der Stadt hat Pieschen ein Problem mit der Sauberkeit. Das Rathaus gibt deswegen in den kommenden beiden Jahren zusätzlich 3,2 Millionen Euro für mehr Ordnung und Sauberkeit aus. Weil die Verwaltung Pieschen als Modell-Stadtteil auserkoren hat, wird ein Großteil der Summe dorthin fließen. Ortsamtsleiter Gottfried Ecke (CDU) hat jetzt die konkreten Vorhaben und erste Ergebnisse präsentiert.

Projekt 1: Fußwege sollen Stück für Stück saniert werden

Für rund 150.000 Euro wurde bereits in diesem Jahr der Fußweg in der Riesaer Straße von der Heidestraße bis zur Großenhainer Straße erneuert. „Der Weg war in einem schlimmen Zustand“, sagt Ecke. Im nächsten Jahr sollen weitere Gehwege folgen. Welche das sind und wann gebaut wird, steht aber noch nicht fest. Das Rathaus habe aber schon weiteres Geld für die Erneuerung von Gehwegen versprochen, sagt Ecke.

Projekt 2: Stadt will Grün an Straßenbäumen selbst pflegen

Das Grün an den Straßenbäumen, die sogenannten Baumscheiben, sind oft zugewuchert und werden als Hundetoiletten genutzt. Eigentlich gehört die Pflege der Baumscheiben zu den Anliegerpflichten. Das Problem: Kaum einer hält sich daran. In einem bestimmten Gebiet über einen bestimmten Zeitraum will die Stadt nun in Pieschen selbst tätig werden. Die Verwaltung will dadurch herausfinden, was das für die Sauberkeit in Pieschen bringt und, vor allem, was das kostet. „Wir wollen wissen, ob man diese Kosten künftig dem Steuerzahler zumuten kann“, sagt Ecke. Wann das Projekt beginnt, ist noch offen.

Projekt 3: Polizeipräsenz soll im nächsten Jahr verstärkt werden

„Wir wollen die Präsenz der Ordnungskräfte verstärken und die Zusammenarbeit optimieren“, sagt Gottfried Ecke. In Pieschen wird deshalb im kommenden Jahr ein zusätzlicher Bürgerpolizist unterwegs sein. Dieser soll vor allem den Bereich rund um den Elberadweg, das Pieschener Zentrum rund um die Bürgerstraße und die Stadtteilparks kontrollieren. „Die Bürgerpolizisten sollen Berichte liefern, damit wir wissen, wo es an Ordnung und Sauberkeit fehlt“, sagt Ecke. Der genaue Einsatzzeitraum des zusätzlichen Bürgerpolizisten steht noch nicht fest.

Projekt 4: Eigener Mitarbeiter für Ordnung und Sicherheit

Wie alle anderen Ortsamtsgebiete hat auch das Pieschener Ortsamt jetzt einen eigenen Mitarbeiter für Ordnung und Sicherheit. „Damit haben wir eine neue Qualität bekommen“, sagt Gottfried Ecke. Die Maßnahmen seien dadurch besser zu koordinieren. Der neue Kollege, Sebastian Klemm, hat seit seinem Amtsantritt im September vor allem die Dreckecken in Pieschen gesichtet. Er konnte schon erste Erfolge verbuchen. Über das Ordnungsamt wurden Hauseigentümer angeschrieben, die die Gehwege vor ihrem Grundstück verlottern ließen. Unter Androhung einer Geldstrafe verschwanden so bereits einige Dreckecken. Der Müll neben Wertstoffcontainern soll künftig schneller von der Stadtreinigung entsorgt werden.

Hinweise zu Dreckecken in Pieschen gehen an das Ortsamt in der Bürgerstraße 63. Die Mitarbeiter sind zu erreichen unter 4885401.

Quelle: http://www.sz-online.de/Nachrichten/Dresden/Pieschens_Dreckecken_sollen_verschwinden/articleid-2949883

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Linke: Töchter der Stadt sollen Kítas gründen

Mittwoch, 4. Januar 2012 14:39

Von Franziska Dähn

Die Dresdner Linke sieht Potenzial für bis zu 2.000 Kita-Plätze in Dresden. Die SPD regt eine Experten-Konferenz wie 2002 an.

Wenn es nach dem Willen der Stadtratsfraktion der Linken geht, sollen wirtschaftsnahe Träger Kitas bauen und betreiben und so der Platznot in den Einrichtungen Abhilfe schaffen. „Den Kita-Eigenbetrieb allein kämpfen zu lassen, noch dazu mit von Finanzbürgermeister Vorjohann gefesselten Armen, ist unverantwortlich“, schreibt Stadtrat Tilo Kießling in seinem Blog.

Insbesondere stadtnahe und öffentliche Unternehmen will Kießling in die Pflicht nehmen, etwa die Technischen Werke, zu denen unter anderem die Stadttöchter DVB und Drewag gehören, sowie die Ostsächsische Sparkasse. „Die Unternehmen bringen ihre Potenziale ein: Flächen, Baukapazitäten, Investitionsmittel, Verwaltungskraft“, heißt es in dem Vorschlag. Im Gegenzug solle die Stadt den Unternehmen Belegrechte gewähren – in der gesamten Stadt, nicht nur in einzelnen Einrichtungen.

In Wohnortnähe unterbringen

Damit sollen Kinder in Wohnortnähe untergebracht werden, was bei klassischen Betriebskitas nicht der Fall ist. Nach „vorsichtigen Schätzungen“ sieht Kießling hier Potenzial für bis zu 2000 Kita-Plätze. Die Linke sehe die Bemühungen der Stadt, die Wirtschaft in die Schaffung von Kitaplätzen einzubeziehen. Diese einmalige Einbeziehung der Unternehmen sei jedoch „nicht zielführend“.

Auch andere Stadtratsfraktionen suchen nach Lösungen im Kita-Dilemma: SPD-Stadtrat Thomas Blümel etwa erinnert an eine Expertenanhörung aus dem Jahr 2002. Damals fehlten aufgrund steigender Geburtenzahlen rund 4000 Kitaplätze. Städtische und freie Träger, Eltern, Politik und Verwaltung erarbeiteten gemeinsam einen Bedarfsplan. „Das war eine gute Arbeitsgrundlage“, sagt Blümel. Die Voraussetzung also für die Investitionen der folgenden Jahre.

Multifunktionale Bauten

„Wir bauen derzeit teure Provisorien und kommen nie zu einer langfristigen Lösung“, kritisiert Blümel. Die Nachnutzung der Kitabauten müsste bereits bei der Planung angedacht werden: „Wir müssen ja keine Monobauten schaffen, die dann nur noch abgerissen werden können.“ „Und das Land Sachsen muss sich aus der Verweigerungshaltung lösen“, so der SPD-Stadtrat.

Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) hatte angekündigt, dass 1.500 Krippenkinder 2012 leer ausgehen, sollten nicht zehn Millionen Euro für den Ausbau investiert werden. Bis 2015 fehlen in Dresden sogar 2.100 Kita-Plätze. Die Stadt will deshalb unter anderem 14 Container-Kitas errichten, darunter vier betriebsnahe Angebote.

Quelle: http://www.sz-online.de/Nachrichten/Dresden/Linke_Toechter_der_Stadt_sollen_Kitas_gruenden/articleid-2949189

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2020 leben in Dresden 17.000 Menschen mehr als heute

Freitag, 26. November 2010 13:23

Die Bevölkerungszahl soll von derzeit 512.700 in den nächsten zehn Jahren auf 530.200 wachsen. Danach stagniert sie.

Dresden kann sich auch im nächsten Jahrzehnt über einen Einwohnerzuwachs freuen. Zu diesem Ergebnis kommt die städtische Arbeitsgruppe „Bevölkerungsprognose“. Auf der Grundlage einer Analyse des vergangenen Jahres berechnete sie die mögliche Bevölkerungsentwicklung bis 2025. So soll die Dresdner Bevölkerung von derzeit 512.700 auf 530.200 bis 2020/21 anwachsen. In den folgenden fünf Jahren gehen die Statistiker davon aus, dass die Zahlen stagnieren.

Besonders in den nächsten fünf Jahren ist ein Geburtenzuwachs zu erwarten. Es werden dann über 6.000 Kinder pro Jahr geboren, 200 mehr als derzeit. Doch danach nimmt diese Zahl zuerst langsam und dann immer stärker wieder ab. 2020 werden dann nur noch 5.100 Kinder geboren. Grund sind die geburtenschwachen Jahrgänge nach der Wende, es fehlen schlicht junge Frauen.

Gleichzeitig liegt Dresden im bundesweiten Trend: Die Menschen werden immer älter. So werden in fünf bis zehn Jahren 15.000 Menschen mehr als jetzt über 75 Jahre alt sein. Das hat auch Auswirkungen auf die Wohnsituation in der Stadt. Es werden mehr barrierearme Wohnungen benötigt.

Die Bevölkerungsprognose wird auch die Schulplaner fordern. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Schulalter wird in den nächsten 15 Jahren von 40.000 auf knapp 59.000 steigen. Dafür wird es aber weniger junge Erwachsene geben. Nach 1990 haben viele Dresdner vorerst auf Kinder verzichtet. Der Geburtenknick der Nachwendezeit macht sich nun bemerkbar.

Bei der Prognose wurde von folgenden Annahmen ausgegangen: Die Geburtenrate von derzeit 1,5 wird bis 2020 auf 1,7 steigen und danach konstant bleiben. Zudem wird mit einem weiteren Anstieg der Lebenserwartung bei Frauen auf 89 und bei Männern auf 84 Jahre gerechnet. Die Prognose wird Ende Januar veröffentlicht. (SZ/kle)

Quelle: SZ-Online: 2020 leben in Dresden 17.000 Menschen mehr als heute

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Wird Schloss Übigau Schokoladenzentrum?

Freitag, 5. November 2010 0:23

Eigentümerin Ingrid Schinz sucht Ideen für eine künftige Nutzung der 284 Jahre alten Anlage.

Nach jahrelangem Leerstand und Verfall kommt jetzt immer mehr Bewegung in den Problemfall Schloss Übigau. Eigentümerin Ingrid Schinz lässt sich Konzepte für eine künftige öffentliche Nutzung der Anlage am Übigauer Elbufer entwerfen. Neun Gruppen von Studenten der Wirtschaftswissenschaft an der Dresdner Hochschule für Technik und Wirtschaft machten sich an die Arbeit. Vier davon durften ihre Ergebnisse inzwischen vorstellen.

„Es wurde als Lustschloss gebaut“, sagte Student Robert Berger bei seiner Präsentation. „Also soll es auch künftig mit Sinnlichkeit und Genuss zu tun haben. Wir stellen uns ein Schokoladenschlösschen vor.“ Ein großer Schokoladenbrunnen soll demnach den Eingangsbereich zieren und auf das Thema einstimmen.

Im Erdgeschoss und sommers auch im Garten gäbe es den süßen Stoff in allen Varianten zu genießen. In einer gläsernen Schauwerkstatt könnten die Besucher die Herstellung von Pralinen beobachten. Für Gruppen würden Workshops zur Produktion angeboten. Und schließlich könnten die kleinen Köstlichkeiten auch als Eigenmarke verkauft werden. So gäbe es gleich drei Einnahmequellen: Café, Kurse und Verkauf.

Ina Gleichmann und Kommilitonen knüpfen ebenfalls an die Geschichte des Baus von 1726 an. Sie schlagen vor, dort ein Rokoko-Zentrum einzurichten, um das Lebensgefühl dieser Epoche von 1720 bis 1775 noch einmal vorzuführen.

Anja Bussmann, Florian Zöllner und andere halten das Schloss für das beste Ambiente für eine Tanz- und Musikschule. Im Erdgeschoss bekämen die Tänzer Spiegel an die Wände der Übungsräume. Unter dem Dach gäbe es kleine Räume für Instrumentenproben. Der große Saal im Obergeschoss böte Raum für Aufführungen. Eher Ateliers für Künstler will dagegen eine vierte Gruppe einrichten lassen. Alle setzen übrigens darauf, dass die Sommerwirtschaft weiterläuft.

Auch die übrigen Entwürfe werden noch einmal hinzugezogen, sagte Professor Torsten Gonschorek, der die Arbeiten beaufsichtigt. Darunter befinde sich auch ein Plan für Büronutzung. Vor zehn Jahren hatte die Familie Schinz das Anwesen gekauft. Danach verfiel es immer weiter. Ab 2005 lief eine Bürgerinitiative dagegen Sturm. Prominente setzten sich schon für den Rückkauf der Immobilie durch die Stadt ein. Die erteilte Auflagen zur Sicherung des Denkmals.

Inzwischen hatten die Schinzens die Einrichtung der Sommerwirtschaft im Garten erlaubt. Die Bürgerinitiative wurde von einem Förderverein abgelöst. Und es wurden erste Sanierungsarbeiten an dem Gebäude vorgenommen. (Stefan Rössel)

Quelle: SZ-Online: Wird Schloss Übigau Schokoladenzentrum?

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Moderne Stadthäuser für den Postplatz

Donnerstag, 7. Oktober 2010 8:49

Von Bettina Klemm

Der Parkplatz hinter der Altmarkt-Galerie soll mit Wohnhäusern bebaut werden. Die Stadt sucht derzeit Investoren dafür.

Moderne Stadthäuser sollen entlang der Wallstraße entstehen. Sie könnten fünf Geschosse plus Dachausbau erhalten. Im Erdgeschoss, und wenn gewünscht auch im Unter- oder ersten Obergeschoss, sind Geschäfte vorgesehen. So entstünde auch zu der anderen Seite der langen Straßenbahnhaltestelle eine Einkaufsstraße. Über den Läden sind Maisonette-Wohnungen vorgesehen. Wegen des zu erwartenden Verkehrslärms an der Haltestelle werden zur Wallstraße hin Küchen und Sanitärräume angeordnet, während Wohn- und Schlafräume zur Hofseite zeigen.

In Richtung Marienstraße entstehen kleine Innenhöfe oder Gärten mit 18 Metern Breite. Daran schließt sich eine zweite Reihe von viergeschossigen Stadthäusern mit Blick auf den geplanten Wasserkanal entlang der ehemaligen Festungsmauern an. „Hier könnten exklusive Einfamilienhäuser entstehen“, sagt Professor Angela Mensing–de Jong von der Dresdner Hochschule für Technik und Wirtschaft. Gemeinsam mit Professor Mario Maedebach hat sie Abschlussarbeiten von Architekturstudenten zu diesem Thema betreut. Die Studenten setzten sich mit Nutzungsmöglichkeiten auseinander und fertigten Modelle zu ihren Entwürfen.

Jedes Haus soll nur etwa sechs Meter breit sein, die Grundstückstiefe beträgt 42 Meter. Die Fassaden werden sich, so zumindest die Vorschläge der Studenten, voneinander unterscheiden. Die Stadt hat die Studentenmodelle jetzt auf der Expo Real, der Internationalen Messe für Gewerbeimmobilien in München, ausgestellt. „Wir suchen Investoren für den Postplatz“, sagt Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Er sei mit der Resonanz sehr zufrieden.

Für das gesamte Postplatzgebiet hat die Stadt bereits seit Mai 2000 einen beschlossenen Bebauungsplan. Er geht auf die Entwürfe von Joachim Schürmann zurück. Ursprünglich sollten an der Wallstraße hauptsächlich Geschäftshäuser entstehen. „Doch bei unserem Workshop zum Postplatz im Frühjahr wurde angeregt, stärker an eine Wohnbebauung zu denken“, sagt Barbara Engel. Sie ist für die Stadtplanung in der Innenstadt zuständig und hofft, dass sich nun Investoren für die Pläne finden.

Der Bebauungsplan sieht hinter den Häusern eine Doppelreihe mit Bäumen, dann einen Wassergraben und dann nochmals eine doppelte Baumreihe etwa vor der 240 Meter langen Wohnzeile Am See vor. Die Marienstraße soll erhalten bleiben. Doch der Parkplatz verschwindet völlig. Das sieht Thorsten Kemp von der Altmarkt-Galerie gelassen. „Es war immer klar, dass es sich um ein Baufeld handelt. Mit den Wohnungen kommen zusätzliche Kunden. Und noch gibt es ausreichend Parkplätze in der Tiefgarage am Altmarkt“, sagt der Centermanager.

Die Sächsische Wohnungsgenossenschaft ist derzeit dabei, die Fassaden der Häuser Am See 9 bis 17 zu sanieren. Bis Ende des Monats soll eine Musterfassade angebracht sein. Die Häuser werden mit einer Wärmedämmung ausgestattet. Die Balkone erhalten neue Trennwände und Brüstungen in Rot und Blau. Insgesamt wendet die Genossenschaft rund fünf Millionen Euro für die Sanierung der 440 Ein- und Zweiraumwohnungen auf. Sie seien fast alle vermietet.

Auf der anderen Seite des Postplatzes haben erste Vorbereitungen für die archäologischen Grabungen begonnen. Hier entstehen Hotel und Geschäftshaus.

Quelle: SZ-Online: Moderne Stadthäuser für den Postplatz

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Dynamo will günstigere Miete

Montag, 27. September 2010 9:22

Von Thilo Alexe

Das Stadion ist dem Verein zu teuer. Daher verhandeln Stadt und Traditionsklub die Verträge nach.

Der Vertragspoker ist eröffnet. Die Verhandlungen zwischen Stadt und Verein über die Miete für den Stadionneubau haben begonnen. In der vergangenen Woche hat sich nach Angaben des amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Thomas Bohn, der Stadionbeirat gegründet. Dem Gremium gehören Vertreter des Vereins, der Stadt und der Stadionprojektgesellschaft an. Ziel ist es, die durch den Stadionneubau entstandenen Kosten für Dynamo zu senken.

Denn den Fußball-Drittligisten drücken hohe Mietkosten. Ursprünglich reichlich zwei Millionen Euro sollten die Gelb-Schwarzen für die Nutzung des neuen Stadions pro Saison zahlen. Die Stadt beschloss im März eine Finanzspritze von 700.000 Euro für die jetzige Saison und weitere Hilfen – unter anderem, um die Mietlasten zu senken. Weiterer Teil des umstrittenen Ratsvotums: Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) sollte „unbürokratisch“ dem Verein bei eventuellen Problemen mit der Lizenzerteilung helfen.

Die Beteiligten sprechen miteinander, allerdings nennen sie keine Details. „Die Verhandlungen laufen“, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Für das Rathaus seien die Geschäftsbereiche von Sportbürgermeister Winfried Lehmann und Finanzressortchef Hartmut Vorjohann (beide CDU) verantwortlich.

Der amtierende Aufsichtsratsvorsitzende von Dynamo Dresden, Thomas Bohn, nennt allerdings das Anliegen des Vereins sehr deutlich. „Meines Wissens nach nutzen wir das teuerste Stadion der dritten Liga.“ Nach seinen Recherchen betragen Stadionmieten für drittklassige Vereine im Schnitt eine halbe Million Euro pro Saison. „Uns geht es darum, eine angemessene Miete zu zahlen.“ Der Verein dürfe durch das Stadion nicht in finanzielle Schieflage geraten.

Wie hoch die Miete sein soll, sagt Bohn nicht – Verhandlungstaktik. Dennoch macht er eine klare Ansage. „Wenn wir sportlich erfolgreich sind und weitere Zuschauer anziehen, können wir auch den einen oder anderen Euro mehr zahlen.“ Das heißt, dass Dynamo voraussichtlich eine erfolgsabhängige Miete will, die sich im Fall des mittelfristig angestrebten Zweitligaaufstiegs erhöht.

Finanzbürgermeister Vorjohann dürfte aber über sinkende Miete nicht erfreut sein. Das würde voraussichtlich bedeuten, dass die Stadt die Differenz zuschießen muss – in Form von Überweisungen an die Stadionprojektgesellschaft.

Die im März vom Rat besiegelte Hilfe war nicht die erste für den Verein. Nach der damaligen Darstellung von Vorjohann hatte die Stadt bis zu diesem Zeitpunkt zwölf Millionen Euro für das neue Stadion zugeschossen und mit 40 Millionen Euro für den Großteil der Bausumme gebürgt.

Vieles deutet darauf hin, dass die Stadt weiteres Geld für Dynamos neue Heimat aufbringen muss – wie viel, ist offen. Doch Alternativen gibt es kaum. Der Fußballverein ist publikumsstarker Hauptnutzer des Stadions. Ginge der Klub pleite, stünde der Neubau weitgehend leer – bei laufender Tilgung der Baukredite.

Doch die Stadt hat auch Forderungen an Dynamo, das einen Etat von etwa neun Millionen Euro hat. Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) betonte in den vergangenen Monaten mehrfach, dass der Verein eine professionellere Struktur benötige. Eine Variante: Die erste Mannschaft könnte kaufmännisch anders als der Rest des Vereins geführt werden. Eine solche Ausgliederung hätte voraussichtlich weniger Mitsprachemöglichkeiten der Vereinsmitglieder zur Folge.

Bis es so weit ist, müssen aber noch andere Punkte verhandelt werden. So drängt die Stadt darauf, dass Dynamo-Vermarkter Sportfive und die Projektgesellschaft ebenfalls Geld lockermachen – insgesamt 200000 Euro. Bohn hofft, dass bis zur Mitgliederversammlung im November Ergebnisse vorliegen.

Quelle: SZ-Online: Dynamo will günstigere Miete

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Entscheidung zum Albertplatz vertagt

Freitag, 20. August 2010 7:40

Von Stefan Rössel

Die Grünen bremsen das Projekt. Der Bauausschuss übergab das letzte Wort an den Stadtrat im September.

Über die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Hochhaus am Albertplatz und ein Einkaufszentrum auf dem Gelände daneben wird nun doch frühestens in zwei Wochen entschieden. Der Bauausschuss, der die Sache eigentlich beschließen sollte, übertrug das Recht gestern auf den Stadtrat, der am 2.September zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt.

Ausgerechnet die Grünen, deren Stadtrat Torsten Schulze bei der ersten Bekanntmachung als Moderator für den Investor aufgetreten war, wirkten als Bremser. Ihr Stadtrat Thomas Löser beantragte gestern schon zu Anfang der Sitzung, den Beschluss zu vertagen, weil es noch heftige Diskussionen in der Fraktion darüber gebe. Das wurde noch mit sechs zu vier Stimmen abgelehnt. Zum Schluss der Debatte beantragte seine Fraktionskollegin Margit Haase die Verweisung in den Stadtrat. Hier genügten drei Stimmen für die Verschiebung. Der Ausschuss votierte im Übrigen acht zu drei für das Hochhausprojekt.

Die Regie der Stadtverwaltung hatte dagegen auf Tempo gedrängt. Der Wirtschaftsausschuss war extra mit einer Sondersitzung zu der Sitzung des Bauausschusses bestellt worden, um die Entscheidung zu beschleunigen, wie Verwaltungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU) betonte. CDU-Stadtrat Klaus-Dieter Rentsch mahnte ebenfalls, nach der eindeutigen Erstentscheidung des Ausschusses für das Projekt vor den Ferien müsse der Ausschuss nun auch verlässlich sein.

Aber schon im Ortsbeirat Neustadt hatte es heftige Widerstände der linken Fraktionen gegeben. Dort wurde das Projekt mit klarer Mehrheit von acht zu vier Stimmen bei drei Enthaltungen abgelehnt.

Drei Änderungen im Entwurf

Gegenüber der zuletzt vorgelegten Fassung stellte die Dresden-Bau- und Projektierungs-GmbH drei Änderungen vor. Die erste betrifft die Verkaufsfläche. Mit Zustimmung des Planungsamts bleibt es zwar bei insgesamt 7000 Quadratmetern, aber die Aufteilung wird geändert: Der große SB-Markt – es ist von Kaufland die Rede – soll zugunsten von Konzessionsflächen auf 3550 Quadratmeter verkleinert werden. Der Drogeriemarkt bleibt bei 1200 Quadratmetern.

Zur Entlastung des Verkehrs soll ferner eine zweite Ausfahrt der Tiefgarage auf die Antonstraße führen. Und schließlich bekommt der Artesische Brunnen ein Schaufenster. So kann man ihn von der Straße her sprudeln sehen.

Die Kritiker des Projekts sorgten sich vor allem um das Überleben der kleinen Läden in der Neustadt. Ein Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass das geplante Zentrum insgesamt nicht schädlich für die umliegenden Geschäfte sei. Das stieß auf Skepsis bei linken Fraktionen.

Quelle: SZ-Online: Entscheidung zum Albertplatz vertagt

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